Wie entsteht eine Sucht? (1)

Positiv empfundene Dinge wie z. B. Einkaufen, ein Lächeln, Lob und Essen führen zur Ausschüttung von Glückshormonen, die uns Glück und Euphorie spüren lassen. Werden die Aktivitäten, die Glückshormone ausschütten, regelmäßig betrieben, führt das zu einer Verschiebung des hormonellen Gleichgewichts im Gehirn. Je nachdem, welche Aktivitäten diese Glückshormone ausschütten, brauchen wir mehr davon. Gute Gewohnheiten können so genauso gefördert werden, wie schlechte. Alkohol und Drogen können auch zur Dopaminausschüttung führen. Der Körper produziert bei regelmößigem Konsum weniger eigene Glückshormone. was die schlechte Stimmung verstärkt. Das Verlangen, Suchtmittel weiter zu konsumieren wird stärker. "Das menschliche Belohnungssystem ist an sich eine geniale, das Überleben sichernde Erfindung der Natur, weil es Verhaltensweisen fördert, die gut für uns sind" – Dr. Monika Vogelsang, Chefärztin der AHG Klinik Münchwies und Vorstandsmitiglied im Fachverband Sucht e.V.. Suchtmittel und -gewohnheiten wie Alkholol- und Mediensucht lösen einen starken positiven Reiz, den sog. Ultrareiz aus, der viel stärker als die sonst empfunden Gefühle sind. Da hier der Zugang oft unbegrenzt ist, findet keine Sättigung statt, sodass du immer weitermachen willst. Das geniale Belohnungssystem des Menschen verkehrt sich auf einmal ins Gegenteil und fördert schlechte Gewohnheiten.

Mentalklarheit: Welche schlechten Gewohnheiten, die dich glücklich machen, hast du entwickelt?

Wie erkenne ich eine Sucht? (2)

Selber angehen oder Hilfe holen?
Es gibt verschiedene Anzeichen einer Sucht, die teilweise auch unterschiedlich kritisch sind. Welche sind das und was für dich zu tun ist.

1. Starkes Verlangen nach der schlechten Gewohnheit
Du verspürst hier den Wunsch oder sogar Zwang, etwas wiederholt zu tun. Empfehlung: Wenn folgende Punkte noch nicht zutreffen, solltest du unbedingt mit Entwöhnung beginnen, bevor es zu spät ist. Je nach schlechter Gewohnheit, oder sogar Substanzabhängigkeit, bei der die folgenden Punkte bereits zutreffen, braucht es professionelle Hilfe von einem Arzt oder Psychologen. Wenn das Verlangen so stark ist, dass man nicht mehr damit aufhören kann (Vorsicht! Viele meinen Sie könnten es, tun es aber nicht. Wenn du meinst selbst aufhören zu können, dann mache es.), sollte auch Hilfe geholt werden. Bei den folgenden Punkten können auch unsere Produkte höchstens noch unterstützend wirken und das Problem nicht lösen. Viele Suchtleiden sind nämlich auch eine chronische Erkrankung des Gehirns (2).

2. Keine Kontrolle über den Konsum
Wann, wie lange und evtl. in welcher Menge etwas konsumiert wird, ist nicht mehr unter Kontrolle.

3. Nicht in der Lage, aufzuhören
Trotz schwerer gesundheitlicher oder sozialer Konsequenzen kann der betroffen sein Verhalten oder sein Verlangen nach einer Substanz nicht verbergen.

4. Toleranzbildung
Der Punkt bezieht sich vor allem auf Drogen wie Zigaretten und Alkohol. Der Körper gewöhnt sich und es wird immer mehr von der Substanz gebraucht.

5. Entzugserscheinung
Bei Substanzabhängigkeit kann es sogar körperliche Folgen haben, die Droge nicht mehr zu nehmen

Mentalstärkung: Wahrscheinlich kannst du deine Gewohnheit noch selbst ändern. Sei ehrlich zu dir selbst, falls es nicht der Fall ist.

Jetzt sag mir endlich, wie ich meine schlechten Gewohnheiten angehe.

Darum geht es jetzt. Durch gute Gewohnheiten und die richtigen Methoden lehr Jim Kwik in seinem Buch "Limitless", wie jeder seine eigene Lern- und Leistungsfähigkeit verbessern kann. Er zeigt dabei auch, wie sich gute Gewohnheiten etablieren lassen.

"We first make our habits then our habits make us"

1. Mach dir klar, welche Gewohnheiten du ändern willst. Schreibe Sie dir auf. Am Besten handschriftlich, wie in einer Studie herausgefunden wurde, merkt man sich hangeschriebene Notizen viel besser als getippte.

2. Jetzt wird ein Blick auf jede einzelne Gewohnheit geworfen und reflektiert:
- Warum denkst du, dass es sich um eine schlechte Gewohnheit handelt?
- Inwiefern wirst du dadurch negativ beeinflusst?
- Habe ich vielleicht Sätze, die ich mir immer wieder sage, die eine Veränderung verhindern?

Beispielsweise hatte ich in meiner Raucherzeit den Glaubenssatz „Wenn ich rauche finde ich viel schneller andere Leute, die korrekt sind, weil die meistens auch rauchen“. Dann habe ich aber festgestellt, dass ich mit den Leuten auch etwas machen kann, wenn ich nicht rauche. Zusätzlich war ich auch mit draußen und habe die frische Luft genossen, ohne Rauch in mich zu pumpen. Erst kürzlich habe ich festgestellt, wie gern ich Zeit auf Instagram verbringe. Ich hatte den Glaubenssatz „Wenn ich auf Instagram unterwegs bin und mir Bilder von hart trainierenden Menschen angucke, werde ich auch mehr Sport machen“. Leider hatten die exzessive Instagram Besuche auch negative Begleiterscheinungen: Wenig Zeit für wesentliche Dinge und außerdem entstand ein negativer innerer Druck, stärker und besser auszusehen. Das braucht im Sport aber nunmal seine Zeit. Genau diese negativen Glaubenssätze musst du bei dir finden.

3. Suche die Gewohnheiten heraus, die du verändern willst und notiere dir die folgenden Gedanken:
- Mache dir klar, warum du die Gewohnheit verändern willst
- Was sind die Auslöser für die Gewohnheit? Rauchst du beispielsweise immer, wenn du dir einen Kaffee gemacht hast? Oder packst du das Handy immer dann aus, wenn du das stille Örtchen mit deiner Anwesenheit beglückst?
-Jetzt schau dir an, wie viel Zeit die schlechte Gewohnheit in Anspruch nimmt und denk dir eine gute Angewohnheit aus, mit der du die Zeit stattdessen füllen wirst.
-Vielleicht gibt es hier ja auch gute Kniffe, um die schlechte Angewohnheit loszuwerden.

Kniffe, die dir bei der Etablierung guter Gewohnheiten helfen

Du willst weniger Zeit am Handy verbringen, oder dass dein Kind weniger Zeit am Handy verbringt? Es geht hier ja nicht darum, komplett aufzuhören, das Smartphone hat ja durchaus auch positive Seiten. Definiere doch einfach Zeiten, in denen das Handy weggeschlossen wird. Das Schloss lässt sich nicht öffnen, während der Timer gestellt ist, du kannst also sicher sein, dass hier nichts angerührt wird. Der PS5-Controller passt übrigens auch super in die Box.

Du willst aufhören zu rauchen? Hol dir doch die Mentalmeister Box und schließe die Zigarettenschachtel oder das Drehzeug für immer größer werdende Intervalle weg, bis der Vorrat aufgebraucht ist. Jetzt ist alles aufgebraucht und du lässt es einfach ganz weg. Beispiel: Starte mit 30min und verdopple dann jedes Mal das Intervall, in dem die Box wieder öffnet. Das Schloss lässt sich bis zu 99 Stunden (4 Tage) verschließen.
Warum die Mental-Meister Box viel zu günstig ist.
Warum ist Methode der Mental-Meister Box so effektiv? Sie benutzt das Prinzip der Selbstbindung. Zur Erreichung deines Ziels, beispielsweise weniger am Handy zu sein oder eine Digital Detox Kur durchzuführen, schließt du das Suchtmittel weg und kannst es für die Zeit auch nicht mehr nutzen. Du verpflichtest dich dadurch selbst, das Handy nicht zu nehmen. Die Alternative wäre sehr teuer (z.B. Zerstörung der Box oder Kauf eines neuen Handys um die Zeit zu überbrücken). Wir wollen die Box zugänglich für jeden machen und haben daher einen möglichst günstigen Preis dafür gewählt. Aus dem Gesichtspunkt heraus wäre es natürlich vorteilhafter, die Box noch deutlich teurer zu machen. Wir glauben aber an euch, dass Ihr es schafft die Zeit ohne das Handy auszuhalten ohne den Hammer zu holen.

Schlechte Gewohnheiten durch Gute ersetzen

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Quellenverzeichnis

(1) Stand 11.11.2021, Apothekenschau, „Sucht, wenn das Verlangen die Vernunft besiegt“:
https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/psychische-krankheiten/sucht-wenn-das-verlangen-die-vernunft-besiegt-701715.html

(2) Stand 11.11.2021, netdoktor, „Sucht“:
https://www.netdoktor.de/krankheiten/sucht/

(3) Avinash K. Dixit, Barry J. Nalebuff: “Spieltheorie für Einsteiger”

(4) 2021, Jim Kwik: "Limitless"
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